HeRaS Verlag

 

 

Hermann Kähler wurde am 29. Mai 1930 in Olsztyn (Allenstein) geboren. Als Schüler war er
im Gymnasium Tilsit. Abitur 1947 in Schulpforte.

Russisch-Lehrer, Redakteur, Journalist, Literaturkritiker, Literaturwissenschaftler am
Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, Prof. Dr.,
sc. phil.

Buchveroffentlichungen: Gegenwart auf der Bühne. Berlin 1966, Der kalte Krieg der
Kritiker, Berlin 1974, Von Hofmannsthal bis Benjamin. Ein Streifzug durch die Essayistik
der zwanziger Jahre. Berlin. Asphalt und Licht. Die große Stadt in der Literatur der Weimarer
Republik. Berlin 1986. Mitarbeit an der großen kommentierten Brecht-Ausgabe des Aufbau-
und des Suhrkamp -Verlages in 3ß Bänden. Sigmund Freud: Der Witz und seine Beziehung
zum Unbewußten. Gustav Kiepenheuer Bibliothek 64, Leipzig und Weimar.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Historikerin Dr. Ruth Kähler: Franz Goldstein ,
Monogrammlexikon 1, Walter de Gruyter, Berlin New York 1999

Übertragungen aus dem Russischen: Sergej Jessenin: Ich bin des Dorfes letzter Poet.117
seiner schönsten Natur- und Dorfgedichte, Nora Berlin 2005. Alexander Blok: Meine
unbegreifliche Stadt. Sankt Petersburger Gedichte. Heras Verlag Göttingen, 2014.

Kähler schrieb zahlreiche Literaturlritiken für die Zeitschriften Sinn und Form und Weimarer
Beiträge wobei der die offene essayistische Form bevorzugte. So über Max Frisch, "Mein
Name sei Gantenbein", Wolfgang Hildesheimer, "Tynset", Hermann Kant "Die Aula",
Johannes Bobrowski .Lewins Mühle", Christa Wolf "Nachdenken über Christa T." Und vor
allem über Theaterstücke von Peter Hacks und Heiner Müller. Mitwirkung im
Friedrichshagener Autorenkreis um den Schriftsteller Helmut H. Schulz.

 

Bei uns erschienen:

 

 

 Die Anregung zur vorliegenden Auswahl gab der Sammelband: Alexander Blok, Gorod moi, Lenisdat 1957, herausgegeben von W. Orlow. In diesem Band hatte der bekannte Blok-Forscher unter dem Aspekt der "Stadt des Dichters" zur 250-Jahrfeier von Bloks Geburtsstadt Gedichte aus verschiedenen Lebensabschnitten, Zyklen und Folgen vereint. Diese Zusammenschau eröffnet einen überraschenden Blick auf das Werk. Die sozialkritischen Ereignisgedichte, die von der Literaturgeschichte immer wieder gesondert hervorgehoben wurden, erschienen auf einmal nicht mehr so weit entfernt von den persönlichen Erlebnisgedichten, den Liebes- und Nachtgedichten, sondern beide als konsequente Durchführung des "wunderbaren, reichen und raffinierten Themas" der geheimnisvollen Alltäglichkeit. "Unbegreiflich" hatte Blok seine Stadt in den Gedichten "Schneekönigin " und "Vergeltung" genannt. 

 

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