HeRaS Verlag

 

 

 

Ursula Reinhold, geboren 1938 in Berlin-Baumschulenweg, Oberschule, Abitur, Fachschule für Bibliothekare, Germanistikstudium, Promotion und Habilitation.

Tätigkeit als Redakteurin, 1973 bis 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1991 bis 1996 Lehrauftrag an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Wissenschaftliche und literaturkritische Veröffentlichungen zur deutschen Literatur seit 1945. Sie hat Sohn und Tochter und vier Enkel.

 


Bei uns erschienen:

 

 Ursula Reinhold, 1938 in Berlin geboren, wächst als zweites Kind der Eltern auf, die in der Kolonie "Gemütlichkeit" in Berlin-Baumschulenweg eine leidlich winterfeste Laube ihr Eigen nennen. Die Zeiten bieten wenig Gemütlichkeit.

Bombennächte, Zerstörung, Geschützdonner, schließlich die sowjetischen Truppen, die Teilung Berlins, Währungsreform, der beginnende Kalte Krieg und die Spaltung Berlins, später ganz Deutschlands, prägen die Grunderfahrungen des jungen Mädchens und ihrer Generation. 

Das gedruckte Werk finden Sie im trafo Literaturverlag, Berlin: www.trafoberlin.de 

 


In Erinnerungen und Betrachtungen schlägt die Literaturkritikerin Ursula Reinhold ein Kapitel deutsch-deutscher Literaturbeziehungen auf. Sie führen in vergangene Zeiten bis 1970 zurück, lassen den damaligen Zeitgeist in Ost wie in West lebendig werden. In Gesprächen mit Hans Magnus Enzensberger, Peter Schütt, Martin Walser, Uwe Timm, Dieter Wellershoff und in Lektüreeindrücken spiegelt sich widerspruchsvolles historisches Zeitverständnis ebenso wie die Wandlungen der Sichten und Ansichten. In selbstkritischer Rückschau sucht die Autorin nach den gedanklichen Markierungen eigener literaturkritischer Bemühungen.

Das gedruckte Werk finden Sie im trafo Literaturverlag, Berlin: www.trafoberlin.de 

 

 

Mit großer Erwartung beginnt Gisela Selber ihr berufliches Leben. Unendliche Bereitschaft für das Glück und der Glaube an die Verheißungen einer neuen Gesellschaft bestimmen ihr Lebensgefühl als Ostberlinerin. Als Kind kleiner Leute nimmt sie die Möglichkeiten wahr, die der neue Staat ihr eröffnet. Voller Neugierde, aber auch voller Unsicherheiten sucht sie ihren Weg.

Das Buch erzählt vom Alltag einer beruflich engagierten Frau, einer allein erziehenden Mutter, zeichnet das Auf und Ab ihres Lebensbogens in der DDR bis zur Wende nach. Schrittweise zerfallen für Gisela die Gewissheiten, erlebt sie die Auflösung eines scheinbar so fest gefügten Weltbildes. Die Desillusionierung bewahrt sie nicht davor, den Zusammenbruch der DDR auch als persönliche Katastrophe zu erleben. Nur langsam findet sie in die Gegebenheiten der veränderten Verhältnisse. Der autobiografische Roman ist angeregt von dieser Erschütterung.

Das gedruckte Werk finden Sie im trafo Literaturverlag, Berlin: www.trafoberlin.de 

 

 

Das Buch „Verblassende Spuren“ ist eine Annäherung an das Schicksal einer Frau, die als Arbeitsverweigerin ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verschleppt wurde und dort mit gerade 25 Jahren umkommt. Wenige Hinterlassenschaften bezeugen ihr Schicksal und spät erst, 60 Jahre nach ihrem Tod, sucht die Nichte nach Spuren dieses Lebens in den papiernen Unterlagen des Naziregimes. Die Autorin fragt nach Motiven von Widersetzlichkeit und danach, ob und wie eine Gefangene unter den Bedingungen der Lagerrealität, die von Sklavenarbeit, Entbehrung und tagtäglicher Todesdrohung bestimmt war, ihre Würde bewahren konnte.

 

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