HeRas Verlag

Der Digitalverlag

Von Stefan Raile bei uns erschienen


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Als am 18. August 1947 ein ungarischer Gendarm unerwartet ins lindgrüne Haus kommt, das Jani im nahe der Puszta gelegenen Dorf Vaskút mit seinen Eltern und der Großmutter bewohnt, ahnen alle, dass fortan nichts mehr so sein wird wie vorher. Was an jenem verhängnisvollen Tag geschieht, trennt ihn unwiderruflich von seiner Freundin Edit, dem Hund Betyár, der Katze Schneewittchen, etlichen Schulkameraden und dem uralten Maulbeerbaum hinterm Ziehbrunnen. So sehr er sich einerseits vor der Vertreibung fürchtet, glaubt er andrerseits, dass er sich in Deutschland, woher seine Vorfahren einst kamen, nicht länger den gefährlichen Auseinandersetzungen mit aus der Slowakei umgesiedelten ungarischen Jungen stellen muss. 

Doch die Hoffnung, dass es in Görlitz, wohin es ihn nach einem kurzen Lageraufenthalt in Pirna verschlägt, besser sein würde, erweist sich schon bald als trügerisch ...


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Als José, ein verarmter Student, Ende 1518 Andalusien verlässt, um in der Neuen Welt sein Glück zu suchen, lebt der junge Azteke Xopil, noch unberührt von den merkwürdigen Erscheinungen, die bei den Bewohnern der Hauptstadt Tenochtitlán große Sorge auslösen, in einem abgeschiedenen Bergdorf.

Während der eine später neben Hernán Cortés mit einem Korps wagemutiger Spanier ins mächtige Reich der Mexica vordringt, ist der andere bereit, an der Seite des Königs Cuauhtemoc bis zum Äußersten gegen die Eroberer zu kämpfen.

Die Geschehnisse zwingen sie als erbitterte Gegner in einen Strudel von Gewalt, Heimtücke und ärgster Gefahr. Es scheint, als drohe ihnen unausweichlich der Tod. Können Apacueye und Chimalman, die sie aus Liebe retten wollen, das Schlimmste verhindern?


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Wenn Jani, der Ich-Erzähler, in Ungarn, Tschechien und Israel allein, mit Carola oder Ines unterwegs ist, um Geschehnissen nachzuspüren, die in einen neuen Roman einfließen könnten, begegnet er an Orten, die ihm magisch erscheinen, wirklich oder vorgestellt Menschen, mit denen sich für ihn Liebe und Hass, Freundschaft und Feindseligkeit, Beglückung und Trauer verbinden. Während er, auf unterschiedliche Weise daran erinnert, vieles von dem, was ihm in zügellosen Zeiten widerfahren ist, noch mal durchlebt, kommt ihm immer öfter Sándor in den Sinn, der sich, wie er im Dorf am Rande der Puszta geboren, im Frühjahr 1944 als Einziger aus dem scharf bewachten Judenzug zu fliehen wagte.

Um zu erfahren, was aus ihm geworden ist, besucht er ihn schließlich mit Ines weit über Haifa in seinem auf einem Hang des Karmel erbauten Haus. Wird Sándor, der lange an der nahen Universität gelehrt hat, bereit sein, von sich preiszugeben, was Jani wissen müsste, um über ihn schreiben zu können?